11 Tricks um mit der richtigen Einstellung mehr Geld an der Börse zu verdienen

Um an der Börse Geld zu verdienen braucht man die richtige Einstellung. Oft spielt die Psyche dem Börsenanleger ein Schnippchen und Aufgrund von Angst oder Gier verhalten wir uns genau entgegengesetzt von dem Verhalten, das eigentlich sinnvoll ist.

Die verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie ist ein bekanntes Gebiet des Finanzwesens, die genau dieses Verhalten untersucht. Die Finanzmarkttheorie beschäftigt sich mit Theorien aus der Psychologie (Finanzpsychologie oder verhaltensorientierter Ökonomie) um das Prinzip der Aktienmarktanomalien, einschließlich extremer Preisanstiege und -gefälle des Aktienmarktes, zu erklären. Die verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie besagt, dass die Struktur der Informationen und die Charakterzüge der Marktteilnehmer eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung der Investoren spielt, sowie Gesamtauswirkungen auf den Markt hat.

VERHALTENSORIENTIERTE FINANZMARKTTHEORIE UND DIE INVESTOREN:

Aus den folgenden Gründen ist die verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie eher auf Investoren und deren Entscheidungsfähigkeit ausgerichtet:

  • Eine Einzelperson, welche in der Lage ist, Schwächen in ihrem Verhalten zu erkennen, ist eher imstande, ihre Entscheidungen zu optimieren und klug genug aus vergangenen Fehlern zu lernen.
  • Anomalien sind ein extrem wichtiger Teil des aktiven Managements. Personen, die daran glauben, dass der Aktienmarkt rational und die Preise jegliche Art an verfügbaren Information umfassen, sind in der Lage, sich auf passives Management zu verlassen.

FINANZPSYCHOLOGIE ODER: IHR GEHIRN UND SIE!

Das Gehirn und seine Struktur haben bis zum heutigen Tag schon eine Menge Evolutionen durchlaufen. Die moderne Struktur entstand bereits in der Steinzeit, als die Grundbedürfnisse noch die Jagd zum Überleben darstellen. Diese Bedürfnisse unterscheiden sich von denen der heutigen Zeit. Der aktuelle Aufbau und die Struktur des Gehirns passen einfach nicht in das moderne Zeitalter.

Laut der Hirnforschung gibt es im inneren des Gehirns drei Zentren. Jedes dieser Zentren hat sich speziell entwickelt und interagiert auf seine unterschiedliche Art und Weise.

  • Das limbische System, welches für Emotionen zuständig ist.
  • Die Hirnrinde (Kortex), die für logisches Denken verantwortlich ist.
  • Der Hirnstamm, welcher für die Körperfunktionen zuständig ist.

Das limbische System ist für alle Arten von Emotionen verantwortlich, einschließlich Begeisterung, aber auch Furcht. Dieser Teil des Gehirns arbeitet extrem schnell und ist zudem auch noch der älteste. Emotionen und Gefühle waren also noch vor der Logik Teil unseres Lebens.

Der Kortex ist im Prinzip für alle Prozesse des Lernens, Planens, logischen Denkens, Rechnens und der Entscheidungsfindung verantwortlich. Er arbeitet recht langsam und braucht seine Zeit, um eine Entscheidung zu treffen.

Diese beiden Teile des Gehirns spielen eine unglaublich wichtige Rolle beim Treffen von Entscheidungen. Zwar funktionieren sie beide sehr unterschiedlich, aber sie arbeiten dennoch zusammen.

Der Kortex und das limbische System zusammen bilden zwei Arten von Systemen. Die folgenden Verhaltensmuster werden praktisch von diesen beiden Systemen kontrolliert:

  • Verlustprävention
  • Streben nach Belohnung

Gemäß eines alten und übertriebenen Spruchs des Aktienmarktes: Der gesamte Markt bewegt sich zwischen Angst und Gier, den beiden Extrempunkten von Verlustprävention und Streben nach Belohnung .

Geld, Gehirn und Profit:

Um die besten Entscheidungen in Sachen finanzielles Investment frei von jeglicher Form emotionaler Einflüsse zu treffen, ist es wichtig, rational zu bleiben. Jede Person trägt tief in sich auch einen Ökonom. Es ist dieser Ökonom in Ihnen, der Ihnen täglich hilft, Ihre Brötchen durch Arbeiten zu verdienen. Allerdings wurde keiner von uns mit Superkräften geboren, die es uns ermöglichen jegliche Art von Informationen abzurufen oder emotionsfreie Entscheidungen zu treffen.

Das Hauptproblem bei uns Menschen und unseren Entscheidungsfähigkeiten besteht darin, dass wir das Verlangen haben, unsere gesamte Entwicklungsgeschichte mitzubringen. Diese Informationen über die Entwicklung waren vor langer Zeit einmal recht hilfreich. Heute, in unserer modernen Welt allerdings, sind diese Informationen eher nutzlos. Heutzutage ist es wichtig, die Verhaltensmuster aus früheren Zeiten mit logischem Denken zu verbinden.

Die verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie hat es geschafft jene Verhaltensmuster, die mit logischem Denken verbunden werden können, abzuleiten. Eine Person, die heutzutage diese Verhaltensmuster kennt und versteht ist in der Lage, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen und zu verbessern.

BETRACHTUNGEN DER VERHALTENSÖKONOMIK:

Die verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie ist schon seit längerem Gegenstand einiger bedeutender Forschungsinstitute. Seitdem wurden schon viele Beobachtungen gemacht.

Die Angst vor Verlusten vs. die Begeisterung zu Gewinnen

Der Hauptgrund, warum Anleger ihr hart verdientes Geld in etwas investieren ist, um daraus Profit zu schlagen. Sie sind sich jedoch der Tatsache sehr wohl bewusst, dass Profit nicht das einzige ist, was sie erwarten sollten. Mit jedem Investment sind die Chancen zu verlieren gleich denen, einen Profit zu erzielen. Allerdings hinterlassen diese zwei Möglichkeiten nicht die gleichen Spuren bei den Investoren.

Gemäß häufiger Beobachtungen ist die Angst Geld zu verlieren um einiges größer als die Möglichkeit, etwas zu gewinnen. Darüber hinaus ist die Akzeptanz nach einer schlechten Investitionsentscheidung, viel schwerer zu erlangen. Die Investoren klammern sich an ihrer Entscheidung fest und hoffen, am Ende des Tages doch noch ihr Geld zu bekommen. In solchen Fällen verliert der Anleger für gewöhnlich endgültig alles.

lose-VS-excitement

Alles zu glauben, was sie wollen:

Anleger neigen oft dazu alle schlechten Investment news um sie herum komplett zu ignorieren. Stattdessen glauben sie an was auch immer sie glauben wollen, auch wenn das bedeutet, dass sie damit ihre gesamte Investition riskieren. Manchmal verwenden sie sogar komplett haltlose Informationen zur Unterstützung ihrer Ideen. Andererseits unterziehen erfolgreiche Anleger das Marketing einer gründlichen Analyse, bevor sie überhaupt in irgendwas investieren.

Der Einfluss detaillierter Angaben:

Anleger tendieren eher zu der Aussage: “Quantität statt Qualität“. Das Lesen von kurz gefassten, aber stichhaltigen Angaben hinterlässt bei ihnen keinen sehr großen Eindruck. Stattdessen fühlen sie sich beim Lesen von detaillierten Informationen eher motiviert. Die Länge des Berichts spielt bei der Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle.

Quantity-over-Quality

Verwirrung bei der Entscheidungsfindung:

Einer der Hauptgründe, der bei Anlegern für Verwirrung bei der letztendlichen Entscheidung sorgt, ist das Vorhandensein von zu vielen Auswahlmöglichkeiten.

Wenn ein Anleger zu viel Auswahl hat, beginnt sein Verstand seine Entscheidung anzuzweifeln. Optionen, die identische Produkte zu ähnlichen Preisen anbieten verwirren die Anleger häufig. In solch einem Fall wählen sie einfach irgendeine Option, anstatt eine rationale Entscheidung zu treffen, was sich in der Zukunft eventuell als eine sehr schlechte Wahl herausstellt.


Mit dem Strom:

Anleger tendieren sehr oft dazu, mit dem Strom zu schwimmen. Es gibt Zeiten, wenn sie dies absichtlich tun. Sie denken, da die Mehrheit der Leute dazu tendiert, könnte es durchaus die richtige Wahl sein. Dieser spezielle Blickwinkel kann Investoren später große Verluste einbringen.

Verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie und Befangenheit:

Für die Investoren ist der gesamte Entscheidungsprozess ein Kampf zwischen ihrem Gehirn und ihren Emotionen. Es gibt einen sehr hoher Prozentsatz von Verzerrungen, die bei der Entscheidungsfindung der meisten Investoren beteiligt sind.

  • Bestätigungsfehler:

    Menschen tendieren eher zu Informationen, die sie sowieso schon im Kopf haben. Vorhandene Überzeugungen haben einen immensen Einfluss auf die Art der Entscheidung, die sie für ihre Investition treffen. Jede auftauchende Information, die ihre Ansicht stützt, erregt sofort ihre Aufmerksamkeit. Bisweilen bekräftigen sie diese Meinung nicht einmal mehr durch andere Quellen, falls ihre Ansicht tatsächlich zu stimmen scheint, oder zumindest auf einigen Tatsachen basiert.

  • Mental Accounting:

    Menschen tendieren dazu, ihr hart verdientes Geld mit anderen Augen zu betrachten als z.B. geerbtes Vermögen. Manchmal hält das Unternehmen, das ihnen zuvor recht viel Profit eingebracht hat, einen besonderen Platz in ihren Herzen. Sie hören selbst dann nicht auf in dieses Unternehmen zu investieren, wenn es Verluste für sie bedeutet. Das Bedürfnis loyal zu bleiben, beeinflusst die Entscheidungsfähigkeit vieler Investoren. In vergleichbarer Weise halten sie auch an den geerbten Aktien ihrer Vorväter fest, selbst wenn diese jetzt nutzlos sind.

  • Kontrollillusionen:

    Die meisten Anleger treffen ihre Entscheidung unter dem Schleier der Kontrollillusion. Wenn zum Beispiel eine Person ihrer eigenen Theorie gefolgt ist und ihr Vermögen in einige Aktien investiert hat, welche ihr später einen großen Profit eingebracht haben, wird sie weiterhin davon überzeugt sein, dass diese Theorie alles ist, was sie auf dem Aktienmarkt braucht. Diese Idee der Kontrolle über das Treffen von Entscheidungen ohne Hilfe von externen Informationen führt nicht selten zum Scheitern. Es gibt keine Theorie, die besagt, dass eine Person die einmal recht hatte, immer und überall recht behalten wird.

  • Rückschaufehler:

    Menschen lieben es für gewöhnlich, Vorhersagen zu treffen. Falls eine dieser Vorhersagen eintritt, werden sie auch in Zukunft welche machen. Investieren bedeutet jedoch viel mehr als nur eine Geldanlage. Der Aktienmarkt ist einer der unsichersten Märkte auf der Welt. Niemand weiß genau, was als nächsten geschehen wird. Eine Entscheidungsfähigkeit ausschließlich basierend auf Prognosen ist der Schlüssel zur schlechten Entscheidungsfindung.

  • Wie Sie ein besserer Investor werden:

    Verhaltensorientierte Investitionen geschehen recht häufig und ab und zu kommt wohl jeder mal unter ihren Einfluss. Der Schlüssel zum Erfolg ist jedoch, sich selbst zu überlisten und so bessere Entscheidungen ohne jegliche Art von Emotionsneigungen zu treffen.

  • Emotionen eliminieren:

    Eines der größten Hindernisse auf dem Weg zur rationalen Entscheidungsfindung ist die Mitwirkung von Emotionen. Um ein besserer Investor zu werden, müssen Sie während des Investitionsprozesses Ihre Emotionen zur Seite legen. Lassen Sie Gefühle von Loyalität oder Inhärenz auf keinen Fall Ihrer Entscheidung im Wege stehen. Ihre Entscheidung sollte ausschließlich auf der Grundlage von Statistiken basieren.

  • Recherchieren Sie:

    Um rationale Entscheidungen frei von Emotionen und persönlichen Überzeugungen zu treffen, müssen Sie so viel Informationen wie möglich sammeln. Der Schlüssel zum Finden von richtigen und authentischen Informationen heißt Recherche. Während Sie daran denken Ihr Geld in ein Unternehmen zu investieren, betreiben Sie Ihre eigenen Forschungen um einen kleinen Einblick in die potenziellen Auswirkungen Ihrer Entscheidungen zu erlangen.

  • Grenzen Sie Ihre Möglichkeiten ein:

    Ein Überangebot an Optionen kann einen durchschnittlichen Investor schnell durcheinander bringen. Der kluge Anleger grenzt daher seine Möglichkeiten ein. Basierend auf Ihrer Recherche beschränken Sie die Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen. Sobald Sie diesen Teil geschafft haben wird es für Sie deutlich einfacher, eine finale Entscheidung zu treffen.

  • Verlassen Sie die Welt der Illusion:

    Niemand weiß alles und niemand kontrolliert alles. Um ein besserer Investor zu sein, müssen Sie sich diese zwei Tatsachen zu Herzen nehmen. Wenn Sie sich weiterhin der Illusion des „Alles wissens“ hingeben, werden Sie niemals in der Lage sein, den Aktienmarkt immer weiter zu erforschen.

  • Bereiten Sie sich auf jedes mögliche Ergebnis vor:

    Wenn ein Anleger nur für den Fall des Erfolgs plant, nicht aber für mögliche Verluste, verlässt er die Zone des rationalen Denkens. Ein guter Investor sollte sich in jedem Fall auf gute und schlechte Ergebnisse vorbereiten.

  • Denken Sie ‘Old School’:

    Haben Sie jemals den Spruch gehört: „Setzen Sie nicht alles auf eine Karte“? Tja, diese Weisheit beschreibt den komplexen Charakter des Aktienmarktes perfekt. Bei einem der unsichersten Märkte ist es nie klug, sein gesamtes Vermögen an nur einer Stelle zu investieren. Es könnte für Sie sonst schnell um Kopf und Kragen gehen. Um ein besserer Investor zu werden, sollten Sie Ihre Investition auf verschiedene Stellen aufteilen. Auf diese Art und Weise sind die Chancen, maximale Profite zu erhalten, gewöhnlich recht hoch.

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