Alles über Assets under Management (AUM)

Mit dem Begriff „Assets under Management“ oder abgekürzt AUM bezeichnet man die Gesamtheit der verwalteten Vermögen eines Finanzdienstleisters. Dazu gehören sowohl Wertanlagen, die über ein Vermögensverwaltungsmandat (Discretionary Asset Management) verwaltet werden, als auch solche, die durch ein Vermögensberatung Mandat (Advisory Asset Management) administriert werden.

Definitionen und Formeln zur Berechnung der AUM variieren je nach Unternehmen. Einige Finanzinstitute schließen Bankeinlagen, Investmentfonds und Barmittel in ihre Berechnungen mit ein; Andere beschränken sie auf Fonds, wo der Anleger dem Unternehmen die Verantwortung für Anlageentscheidungen zuweist.

Es handelt sich bei AUM also um einen finanziellen Indikator, der Investmentgesellschaften, Versicherungsunternehmen, Vermögensverwaltungsgesellschaften und Banken bewertet. Dabei beschreibt er das Volumen an Kundengeldern, die das jeweilige Finanzunternehmen verwaltet und gibt somit unter anderem Aufschluss über die Größe und Marktdurchdringung von Finanzunternehmen. Aus diesem Grund sind AUM typischerweise in Ranglisten der größten Unternehmen der Finanzbranche zu finden.

Allerdings darf man sich nicht täuschen lassen – die Assets under Management spiegeln keinesfalls den Vertriebserfolg eines Finanzdienstleisters wider. Um diesen zu bewerten, ist der Nettozufluss an Kundeneinlagen der bessere Indikator, da Assets under Management bei negativer Marktentwicklung automatisch sinken und bei positiven Markttendenzen von selbst steigen, ohne dass dies einen Erfolg im Vertrieb des entsprechenden Unternehmens bedeutet.

Unterschied zu Assets under Administration (AUA)

Im Fall von Assets underAdministration erfüllt das Finanzunternehmen lediglich administrative, also verwaltungstechnische Aufgaben und trifft nicht wie im Falle der Assets under Management (AUM)komplexe Anlageentscheidungen für die Kunden.

Banken fassen beide Klassen in der Regel unter dem Begriff Assets under Management and Administration (AUMA) zusammen. Sie sprechen daher von „betreuten Vermögen“ und nicht von „verwaltetem Vermögen“.

Wie werden AUM berechnet?

Der Schlüssel zur Berechnung der verwalteten Vermögenswerte besteht darin, alle Wertpapierportfolios, für die kontinuierliche und regelmäßige Aufsichts- oder Managementdienste erbracht wird, zusammenzufassen.

Die Berechnung der verwalteten Vermögen basiert auf dem aktuellen Marktwert eines Portfolios. Der Wert eines Portfolios entspricht dem Gesamtwert der einzelnen Vermögenswerte im Portfolio. Der Wert eines Vermögenswertes entspricht der Anzahl der Vermögenswerte im Portfolio, multipliziert mit dem jüngsten Marktpreis. Wenn zum Beispiel ein Portfolio 250 Einheiten von Apple-Aktien enthält, die bei $ 110 handeln, beträgt der Wert von Apple-Aktien 250 * $ 110 oder $ 27.500. Nachdem diese Berechnung für jeden Vermögenswert im Portfolio vorgenommen wurde, werden die Zahlen addiert, um den Portfoliowert zu erreichen. Schließlich werden dann alle Werte aller qualifizierender Portfolios addiert, um den Indikator AUM zu ermitteln.

Warum sind Assets under Management wichtig?

Viele Investmentgesellschaften berechnen Verwaltungsgebühren, die einen festen Prozentsatz der verwalteten Vermögenswerte darstellen, und es ist daher wichtig für Investoren zu verstehen, wie Unternehmen AUM berechnen. Investmentgesellschaften nutzen verwaltete Vermögen als Marketinginstrument, um Investoren anzuziehen. Es hilft Investoren, einen Hinweis auf die Größe der Operationen des Finanzunternehmens im Vergleich zu seinen Wettbewerbern zu bekommen. Allerdings ist es nur ein Aspekt bei der Bewertung eines Unternehmens und bietet keine vollständigen Details über das Investitionspotential des Unternehmens.