Seien Sie sich Ihrer Investition sicher, indem Sie den Vermögensverwalter hinterfragen und alles komplett verstehen

Solange die gewählte Handelsstrategie gut läuft und Gewinne fließen, gibt es nicht viel zwischen dem Kunden und dem Vermögensverwalter zu diskutieren. Die Klienten engagieren den Asset Manager, um Gewinn zu machen. Die meisten Menschen interessiert es dementsprechend oft nicht einmal, was der Vermögensverwalter mit ihrem Geld eigentlich genau macht – solang nur der Profit regelmässig fliesst. Dies gilt natürlich gleichermassen für das herkömmliche Wealth Management, als auch für die Online Vermögensverwaltung.

Aber langfristige orientierte Vermögensverwalter wissen, dass es nicht so einfach ist. Der Kunde hat möglicherweise nicht richtig zugehört, als man über die Strategie gesprochen hat und sehr oft auch nicht die Risiko-Offenlegung aufmerksam durchgelesen. Zudem halten die meisten Kunden eine lineare Gewinnentwicklung für selbstverständlich, was streng genommen auch ihr gutes Recht ist.

Regel Nummer Eins, um Erfolg zu erzielen– gewinnen Sie das Vertrauen Ihres Investors!(oder für den Kunden: Vertrauen Sie Ihrem Berater und verstehen Sie, was er tut).

Egal, ob Sie tagelang planen, hart an Ihren Strategien arbeiten und gut vorbereitet für Ihre Präsentationen sind – nichts wird wirklich echt funktionieren, wenn Sie nicht das Vertrauen Ihres Kunden besitzen.

Was kann der Vermögensverwalter tun, um das Vertrauen des Investors zu gewinnen?

Es gibt viele Dinge, die Sie tun können, um dasVertrauen Ihres Investors zu gewinnen.

Der Schlüssel, um Vertrauen zu gewinnen: Kommunikation:

In den meisten Fällen ist das fehlende Verständnis der Bedeutung der Kommunikation der Grund für das Scheitern. Wenn Sie es versäumen, effektiv mit Ihrem Investor zu kommunizieren, wird Ihre Strategie nicht funktionieren, egal wie gut diese auchsein mag.

Es gibt eine riesige Anzahl von profitbringenden Funds, die auf den ersten Blick schlecht aussehen, wenn man sie mit einem Prisma des tatsächlichen Dollars betrachtet. Als Folge davon beenden Investoren ihre vermeintlich schlechten Investitionen. Dies wird als Behaviour Gap (Verhaltens Lücke) bezeichnet und kann direkt auf fehlende Kommunikation des Vermögensverwalters mit seinem Klienten zurückgeführt werden.

1.Überzeugen Sie Ihren Kunden!

Meistens versuchen VermögensverwalterIhren Investoran Anlagestrategien zu beteiligen, ohne ihm genug Informationen zu geben, um diesewirklich zu verstehen. Aus diesem Grund verlieren viele Strategien die Gunst des Kunden, bzw. die Strategien arbeiten einfach nicht gut genug für den Investor. Das Bereitstellen aller wichtigen Informationen errichtet einen Schutzwall von Vertrauen, der den Kundentreu bleiben lässt.

2.Recherche:

Ordentliche Recherche über die Strategie, die Sie vorschlagen möchten, zu machen ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Ihrem Investor zu sagen, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben und wissen, wovon Sie reden. Leider werden Asset-Manager mit der Zeit oft schlampig und denken, da sie ja schon eine so lange Arbeitsbeziehung mit dem Kunden haben, müssten Sie sich nicht mehr anstrengen und sorgfältige Recherche machen.

Dieses Denken ist natürlich völlig falsch, denn der Kunde hat Recht auf eine gewissenhafte Arbeit des Vermögensverwalters. Letztlich merkt der Kunde, dass nicht ordentlich gearbeitet wird und verliert als Folge davon das Vertrauen.

3.Seien Sie subtil:

Gute Recherche und gut vorbereitet sein bedeutet nicht, dass Sie jeden Zoll von Informationen, die Sie haben, verschenken müssen. Zu viel Informationen kann Ihren Klienten sogar überwältigen und verwirren – kein Gefühl, dass Sie vermitteln sollten. Die meisten Kunden können nicht mit einer schrankenlosen Informationsflut umgehen, und an sich müssen Sie das auch nicht, denn dafür haben sie ja letztendlich einen kompetenten Vermögensverwalter beauftragt.

4.Versicherungsgesellschaften:

Sie haben sicher schon von berühmten Hedge-Fonds-Manager gehört, die Versicherungs-Tochtergesellschaften anpreisen. Haben Sie sich jemals gefragt, warum sie das machen? Nun, die Antwort ist ständiges Kapital mit kontinuierlichem Zugang zu positiven und konstanten Zuflüssen.

Value Investor Warren Buffett liebt Versicherungswerte und in Berkshire Hathaway wimmelt es daher nur so von ihnen. Sie spielen Milliarden von Cashflow ein, der dann wiederum für Unternehmenszukäufe genutzt werden kann. Rückversicherungsprämien und eingehende Versicherung bilden die Investitionskapitalbasis des Unternehmens.

Wichtig ist hierbei anzumerken, dass sich Warren Buffett seiner Sache stets sicher ist, und kurzfristige Probleme aussitzt, anstatt seine Kunden unnötig zu beunruhigen. In diesem Fall kann zu viel Kommunikation ganz klar schädlich sein. Seiner Meinung nach ist es völlig in Ordnung, eine Weile überhaupt nichts zu verdienen. Allerdings sind die meisten Privatinvestoren oder Fondsmanager mental nicht in der Lage, solche Stürme auszusitzen und reagieren vorschnell, wenn sie über alles detailgenau informiert werden.

Im Sommer 1998 gab es einen sehr kurzen, aber scharfen Markt, der dazu führte, dass S & P 500 um 25% sank. Die persönlichen Bestände von Berkshire Hathaway fielen um $ 6,2 Milliarden von Mitte Juli bis Ende August. Allerdings ist die Hauptfrage, wie viel genau hat er am Ende tatsächlich verloren? Nun, die Antwort ist: nicht einmal ein einziger Pfennig!

Es gab keine Anrufe von Investoren, die ihn baten, ihr Geld zurückzugeben oder ihn für alles verantwortlich zu machen, da er nicht derjenige war, der das Geld oder irgendein Konto verwaltete. Es gab viele Aktionäre, aber nicht einmal einen einzigen Kunden. Als der Markt sich erholte, so auch die Aktien von Berkshire. Buffet hat nicht einen einzigen Anteil verkauft. Außerdem war er kein Narr, der die zukünftigen Renditen gefährdet, während es ein momentanes Chaos gab.

Es ist natürlich klar, dass die meisten Vermögensverwalter nicht in ähnlicher Position wie Buffet sind. Sie müssen sich gegenüber Zuteiler, Berater, Vorstandspartei, Rentenverwaltungen, Privatanleger und Familienoffiziere verantworten. Es ist daher klug, sich rechtzeitig auf diese Situationen vorzubereiten. Investoren, in deren Namen Sie investieren, sind nie vollständig von den Drawdowns isoliert.

Alternative Robo Advisor

Wir wollen an dieser Stelle einen kurzen Blick auf die in Mode gekommenen Robo Advisor richten. Robo Advisor nutzen einen systematischen, größtenteils automatisierten Prozess, um auf der einen Seite mehr Menschen zu einer professionellen Vermögensverwaltung zu verhelfen und gleichzeitig Investoren und Anleger vor emotional motivierten und daher oft suboptimalen Anlageentscheidungen zu bewahren. Hierbei übernimmt ein Algorithmus den Aufbau und die kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Portfolios. Hierdurch werden zudem in der Regel Gebühren gesenkt, alles wird effizienter und den Kunden steht eine gute Möglichkeit zur Interaktion durch eine einfache Benutzeroberfläche zur Verfügung. Allerdings fällt es vielen Anlegern schwer, ganz auf die persönliche Beratung und Unterstützung eines erfahrenen Vermögensverwalters zu verzichten, insbesondere dann, wenn es Ihnen gelungen ist, eine gute Vertrauensbasis aufzubauen.

Potential für Underperformance aufzeigen

Für den Fall, dass Sie Ihren Kunden nicht vollständig von den Risiken der Drawdowns befreien können, ist es das Beste, so klar wie möglich über die Risiken einer Underperformance zu informieren. Eine echte Aufklärung des Kunden über das Marktumfeld, welches zu guten oder schlechten Ergebnissen führen kann, ist der beste Weg. Asset-Manager können am Ende faul werden in Sachen Aktualisierung ihrer Kunden vor allem, wenn die Ergebnisse gut sind. Man darf jedoch nicht vergessen, dass man am Ende für alles verantwortlich ist, für das Gute wie das Schlechte. Viele können sich nicht vorstellen, wie hart es für einen Vermögensverwalter sein kann, wenn seine Strategie nicht so arbeitet, wie er es geplant hatte.

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Stimme gehört wird und Sie ein definitives Urteil abgeben!

Egal wie sehr Sie denken, Sie hätten Ihren Kunden gewonnen, es ist wichtig, sicherzustellen, dass Ihre Stimme gehört wird. Nehmen Sie IhrInputnicht auf die leichte Schulter. Dies gilt besonders dann, wenn mehr als ein Asset Manager beteiligt ist. Sie sollten auf alle Fälle sicherstellen, dass Sie in Sachen endgültigem Urteil ein Mitspracherecht haben, denn sonst kann Ihr Kunde das Interesse an Ihrer Meinung und Ihrem Mitwirken verlieren.

Übrigens sollte ein guter Schweizer Asset Manager immer freiwillig dem Code of Professional Conduct folgen. Dieser Code bezieht sich ausdrücklich auf die Wichtigkeit, den Klienten kennenzulernen und seine Bedürfnisse und seine Standpunkte vollständig zu verstehen. Darüber hinaus verweist sie auf den zwingenden Charakter einer fließenden und schnellen Kunden-Vermögensverwalter-Kommunikation. Der Verhaltenskodex wurde von der PolyReg General Self-Regulatory Organization entwickelt. Sie können das Dokument hier auf unserer Seite oder unter folgendem Link lesen: PolyAsset Internet.

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