Was sind ETFs? Eine ETF Erklärung.

ETFs (englisch: Exchange Traded Funds; deutsch: börsengehandelte Fonds) sind an einer Börse gehandelte Fonds oder kollektive Kapitalanlagen, bei denen viele Anleger ihr Geld zusammenlegen und gemeinsam in Vermögenswerte investieren.

Ein ETF - oder auch börsengehandelter Indexfonds- ist ein Investmentfonds, der an einer Börse von einem privaten Investor direkt an einen anderen privaten Investor ohne die Notwendigkeit einer Institution oder einer dritten Partei, die den Preis für den Fonds bestimmt, gehandelt werden kann. Der Preis wird zwischen Käufern und Verkäufern sowie nach Nachfrage und Angebot des Marktes verhandelt.Der seriöse ETF Handel findet über die grossen Leitbörsen wie SIX Schweizer Börse oder Xetra (ETF Exchange Frankfurt) statt. Zum Handel von ETFs ist Xetra neben der NYSE Börsein New York eine der grössen ETF Börsen der Welt.

ETFs können grundsätzlich alles verfolgen. Zum Beispiel können sie einen Index (als Aktien ETF den DAX, FTSE 100, MSCI World, Dow Jones oder S&P 500), Rohstoffe (wie Gold, Eisen, Öl, Mais und Vieh), Länder, Regionen, Anleihen, Immobilien, sogar Bitcoin verfolgen, also im Grunde alles, was einen Wert hat. Dementsprechend kann maneine Geldanlage u.a. aus folgenden Optionen wählen:

  • Index ETF
  • ETF Öl
  • Gold ETF
  • UCITS ETF
  • Immobilien ETF
  • Commodity ETF

ETFs ähneln den Investmentfonds, allerdings besteht der Unterschied darin, dass sie an einer Börse gehandelt werden können, ähnlich wie eine normale Aktie. Während Investmentfonds hauptsächlich mit der Fondsgesellschaft gehandelt werden (und der Kaufpreis wird von der Investmentgesellschaft angegeben), ändert sich der Preis der Index Fonds im Laufe des Tages, da man sie auf dem Markt kaufen und verkaufen kann.

ETFs ermöglichen es den Anlegern, ein breites Exposure des gesamten Aktienmarktes oder eines Teilmarkteseinfach zu erzielen, und zwar konsistent zu niedrigeren Kosten als bei vielen anderen Anlageformen.

ETF

Was ist ein ETF? Detaillierte Erklärung

ETF, eine Abkürzung für Exchange Traded Fund, sind eine besondere Art von Investmentfonds, die wie Investmentfonds strukturiert, verwaltet und reguliert werden, aber zu Marktzeiten ebenso wie Aktien auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage in der Börse gehandelt werden können.

Stellen Sie sich ETF einfach als einen Korb vor, und jeder Korb enthält marktfähige Wertpapiere wie Aktien, Rohstoffe, Währungen oder Anleihen.

Die meisten ETFs sind passiv gemanagten fonds und daher billiger, weil es keinen Portfoliomanager gibt, dessen Gehalt bezahlt werden muss.

ETF Risiken sind gering und ETF Aktien und ETF Anlagen somit ziemlich sicher. Mittlerweile gibt es eine grosse Zahl an seriösen ETF Anbieter, die in der Regel auch einen sogenannten ETF Sparplan anbieten. ETF Fonds Nachteile sind ähnlich der Nachteile anderer Fonds oder anderer kollektiver Kapitalanlagen und liegen im sogenannten Emmitentenrisiko. Dabei handelt es sich um das Risiko, dass die Fondsgesellschaft in den Konkurs geht oder ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann. Je mehr synthetische Replikation über Derviatgeschäfte (SWAPS) abgesichert wird, desto höher ist das Risiko. Gegenüber dem Marktrisiko, also dem Risiko eines Kursverlustes, ist das Emmitentenrisiko aber sehr gering.

Aus diesem Grund werden ETF-Fonds zu einem immer beliebteren Anlageinstrument.

Es gibt über 6000 Exchange-Traded Funds an 60 Börsen in der ganzen Welt im Wert von 3 Billionen Dollar.

Wie funktioniert eine ETF 2018? ETFs Arbitrage-Mechanismus

Grundsätzlich müssen zwei Szenarien getrennt werden. Ein Szenario besteht darin, dass ein Anleger einen ETF an der Börse (auch als Sekundärmarkt bezeichnet) kaufen oder verkaufen möchte, beispielsweise an der SIX (Schweizer Börse mit Sitz in Zürich, Schweiz) oder die Deutsche Börse im Fall von Deutschland. Der Anleger gibt eine Limit Order (Eine Limit Order ist eine Order, etwas nur zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Das Gegenteil ist eine Market Order) um für 10 CHF zu verkaufen. Diese Order ist für anderen Marktteilnehmern sichtbar und wenn sie wollen, können sie den ETF für 10 CHF kaufen. Der ETF geht von einer Investorenhand zur anderen Investorenhand über, wobei nur eine kleine Provision für den Broker und den Tausch bezahlt werden muss.

Wie funktioniert eine ETF

Im ersten Szenario (linke Seite des Bildes) verhandelt der Anleger mit Hilfe eines Brokers direkt mit einem anderen Anleger und der ETF wird wie jedes andere börsennotierte Unternehmen gehandelt, wie zum Beispiel Nestle, Credit Suisse, Julius Bär, UBS oder andere ETF-Aktie.

Das zweite Szenario (rechte Seite des Bildes) ist, dass der ETF "produziert" oder an der Börse notiert ist. In der ersten Notierung gibt es eine Gruppe von institutionellen Anlegern, hier als Autorisierte Teilnehmer oder APs bezeichnet, über die Anleger ETF-Anteile kaufen oder verkaufen.

So funktioniert also ein ETF, während das Ziel eines ETF darin besteht, einen Index zu replizieren. Es gibt zwei gängige Replikationsmethoden, mit denen ETF-Emittenten die Wertentwicklung eines Indexfonds nachbilden:

  1. Physische Replikation
  2. Synthetische Replikation

Die physische Replikation verfolgt ihren Zielindex genau. Sie ist transparent und leicht verständlich, da der Anleger die Art seiner Anlage kennt und die Zusammensetzung des Index täglich verfolgen kann. Aus diesem Grund geben viele Anleger der physischen Replikation des zugrundeliegenden Indexes den Vorzug.

Für physische ETFs kaufen APs alle zugrundeliegenden Wertpapiere eines Index, um einen Wertpapierkorb zu erstellen, und transferieren diese an einen ETF-Emittenten im Austausch gegen ETF-Anteile. Anschließend verkaufen sie diese ETF-Anteile an die Privatanleger. Physische ETF sind die besten Fonds für eine langfristige Geldanlage, weil keine Kosten für SWAP Vereinbarungen anfallen.

Während bei der synthetischen Replikation Kontrahenten wie die Investment Bank beteiligt sind. Der ETF-Fonds und der Kontrahent gehen eine Swap-Vereinbarung ein, in der sich der Kontrahent bereit erklärt, dem ETF-Fonds im Gegenzug für die Erfüllung des Collateral Basket die Rendite eines Index zu liefern.

Für synthetische ETFs überträgt der AP Barmittel an den ETF-Emittenten. Der ETF-Fonds schließt dann mit dem Kontrahenten die Swap-Vereinbarung ab, um die Wertentwicklung eines Index nachzubilden. AP erhält ETF-Anteile gegen Barzahlung, um sie an Privatanleger zu verkaufen.

Deshalb wirken synthetische ETF für Anfänger oft ein bisschen verwirrend, weswegen manche Anleger davor zurückschrecken.

Vorteile von ETFs:

ETF bietet eine Reihe von Vorteilen im Vergleich zu den verschiedenen Anlageoptionen. Wir haben ausführlich über die Vorteile von ETF berichtethere.

  • Intraday-Handel
  • Diversifizierung
  • Niedrigere Gebühren
  • Liquidität
  • Transparenz

Risiken der ETFs:

Obwohl die ETF-Investition Vorteile bringt, sind auch einige Risiken zu verzeichnen. Wir haben die Risiken der ETF ausführlich erläuterthere

  • Höheres Kontrahenten Risiko
  • Höhere Kosten im Vergleich zu Direktinvestitionen
  • Weniger transparent als Direktanlage

Unterschied zwischen ETFs und Investmentfonds

Lassen Sie uns das anhand eines Beispiels erklären:

Wenn ein Anleger in einen Investmentfonds anlegt, geht das Geld an die Investmentfondsgesellschaft und der Fondsmanager berechnet den investierten Betrag und den Wert der bestehenden Vermögenswerte, wobei der Fondsmanager dem Anleger Anteile zuweist. In der nächsten Zeit interagiert der Fondsmanager mit dem Investor, sendet die Aktien, verschickt die Perspektive per E-Mail und geht dann zum Markt und kauft Wertpapiere mit dem Geld. Wahrscheinlich wird er oder der Verkäufer, der den Investmentfonds verkauft hat, eine Gebühr verlangen, und nur ein Teil Ihres Geldes fließt in die Investition, während etwas Geld für das Verkaufsteam oder die Bank bezahlt werden muss.

ETF-Fonds funktionieren anders: um eine ETF-Aktie zu kaufen, legen Sie einfach eine Kauforder beim Broker ab. Hier kaufen Sie jedoch keine Aktien direkt vom ETF Fund, es wird einen anderen Investor geben, der bereit ist, die Aktien an Sie zu verkaufen, und sobald der Preis übereinstimmt, werden die Aktien Ihrem Konto gutgeschrieben. Es besteht keine Interaktion zwischen Ihnen und dem ETF-Fonds. Es gibt keinen Fondsmanager dazwischen, was zu weniger Arbeit führt. Man nennt diese Art Fonds deshalb auch passive Fonds, da sie nicht aktiv gemanagt werden müssen.

Weniger Arbeit = Weniger Kosten!

Das Design des ETF-Systems macht dieses automatisch kosteneffizient. Wer in ETFs investiert, hat geringere Kosten, als beispielsweise bei einer Investition in einen Aktienfonds.

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