Alles über Kündigungsgeld, Termingelder Festgeld und Geldanlage

Es gibt bekanntermaßen viele verschiedene Möglichkeiten, um Ersparnisse anzulegen und Vermögen aufzubauen. Unterschieden wird dabei normalerweise zwischen Termin-, Spar- und Sichteinlagen. Sparbücher, Tagesgeld- oder Festgeldkonten und Bausparverträge sind hierbei die beliebtesten und am weitverbreitetsten Optionen. Nur noch wenige Finanzinstituten bieten das sogenannte Kündigungsgeld als etwas aus der Mode gekommenen Anlageprodukt an. Was genau ist überhaupt das Kündigungsgeld? Worin liegt der Unterschied zwischen Kündigungsgeld und anderen Geldanlagen? Für welche Anleger eignet sich das Kündigungsgeld?

Im Folgenden werden wir diese Themen etwas näher beleuchten.

Was ist Kündigungsgeld

Kündigungsgeld werden über einen vereinbarten, festen Zeitraum hinweg angelegt und müssen, wie der Name bereits besagt, vom Anleger gekündigt werden, wenn er das Geld zurückhaben möchte. Kündigungsgeld ist besonders als kurzfristige ausgerichtete Form der Geldanlage geraten und gehört wie das normale Festgeld zu den sogenannten Termingeldern.

In beiden Fällen – Kündigungsgeld und Termingeld, muss ein zuvor festgelegter Zeitraum eingehalten werden, ehe erneut über das Kapital verfügt werden kann. Der Unterschied ist, dass es bei Festgeld eine vertraglich festgesetzte Laufzeit ist, während es beim Kündigungsgeld eine Kündigungsfrist gibt, die eingehalten werden muss. Diese Frist kann von einem Monat bis zu 18 Monaten liegen.

Sowohl bei Festgeld als auch bei Kündigungsgeld liegt der Mindestanlagebetrag normalerweise bei ca. 2.500 Euro.

Kündigungsfrist

Wann die Kündigungsfrist einsetzt, bestimmt der Kunde. Der Anleger schließt mit der Bank einen Vertrag ab und zahlt den vereinbarten Betrag auf ein sogenanntes Kündigungsgeld Konto ein. Das Geld kann für eine beliebige Zeitdauer auf dem Konto verbleiben, darf jedoch während dieser Zeit nicht abgehoben werden – weder teilweise noch komplett. Die Verzinsung während dieser Phase passt sich den marktüblichen Konditionen an und ist variabel.

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Feste Laufzeit

Sobald der Vertrag gekündigt wird, gilt die zuvor vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist. Ab diesem Zeitpunkt gleicht diese Anlageform einem Festgeldkonto. Während der Kündigungsfrist können die Zinsen in manchen Fällen garantiert werden oder sogar höher liegen als in der ersten Phase. Dieser Aspekt ist von Bank zu Bank verschieden, man sollte sich also vorher gut über diesen Punkt informieren und Geldinstitute vergleichen. Sobald die Frist vorüber ist, gibt die Bank den ursprünglich investierten Betrag zuzüglich der Zinsen frei.

Anleger können nach Belieben kündigen und müssen sich maximal 18 Monaten gedulden. Aus diesem Grund ist das Kündigungsgeld flexibler als Festgeld. Dafür liegt die Verzinsung in beiden Phasen der Geldanlage in der Regel unterhalb der von Tages- und Festgeld.

Vor- und Nachteile von Kündigungsgeld

Kündigungsgeld verbindet Elemente von Tages- und Festgeld. Zu Beginn handelt es von der prinzipiellen Idee her um ein Tagesgeldkonto mit Zugriffssperre. Nach der Kündigung wird daraus dann jedoch eher Festgeld mit kurzer Laufzeit. Es liegt auf der Hand, dass der größte Vorteil daraus besteht, dass eine hohe Flexibilität angeboten wird. Der Anleger kann das Geld so lange auf dem Konto lassen, wie es ihm gefällt und jederzeit kündigen. Da die Frist normalerweise lediglich einen Monat dauert, muss der Sparer nicht allzu lange auf das Geld verzichten.

Da keine wirklich feste Bindung eingegangen wird und die Bank ihrerseits keine Sicherheit hat, wie lange das Geld investiert wird, fällt die Verzinsung deutlich geringer aus, als bei der klassischen Festgeldanlage mit verbindlicher Laufzeit.

Hilfreich: Vergleich verschiedener Anbieter

Um die bestmögliche Entscheidung zu treffen, sollte man stets verschiedene Finanzinstitute miteinander vergleichen. Hierbei spielen die Zinssätze, Laufzeiten, Mindest- und Maximaleinlagen eine wichtige Rolle.

Darüber hinaus ist es nützlich zu wissen, ob es sich bei dem jeweiligen Anbieter um eine Direkt- oder Filialbank handelt. Denn ob eine Kontoeröffnung nur online oder offline zur Verfügung steht, ist für einige Interessierte sicherlich ein wichtiges Auswahlkriterium, denn die Höhe der Zinsen ist mitunter abhängig vom Charakter des Anbieters. So liegt die Guthabenverzinsung bei Direktbanken in der Regel höher als bei Filialbanken, da erstere die Kosten, die sie für die Unterhaltung eines Filialnetzes einsparen, und dieses Ersparnis somit als Kündigungsgeld Zinsen direkt an ihre Kunden weitergeben können. Wünscht der Anleger hingegen eine persönliche Betreuung durch einen Bankmitarbeiter und ist bereit, dafür auf höhere Zinsen zu verzichten, so fährt er sicherlich besser mit einer Filialbank.

Im der Schweiz und im Euro Raum bieten Banken schon seit Jahren keine Zinsen mehr auf Festgeld. Höhere Laufzeiten nutzen nicht um bessere Zinsen zu beommen und werden vermutlich eine bessere Geldanlage verhindern. Wenn das Laufzeitende Ihrer Festgeldanlage gekommen ist sollten Sie neu überdenken, wie Sie Ihr Geld am besten anlegen können.