Säule 3a Maximalbetrag 2018 & Zinsvergleich alternativer Altersvorsorgemodelle

3 säule

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Der Maximalbetrag Säule 3a für 2018 beträgt CHF 6768 für Personen mit Pensionskasse, mehr Rendite gibt es aber mit einer freien Anlage.

Wir alle machen uns berechtigte Gedanken über unsere finanzielle Sicherheit im Rentenalter. Viele Fragen sich, ob die Option der freiwilligen dritten Säule des Schweizer Rentensystems, speziell die Säule 3a, tatsächlich sinnvoll und empfehlenswert ist.

Bevor wir im Detail auf diese Frage eingehen, nehmen wir die Antwort gleich vorweg:

Nein, sie lohnt sich überhaupt nicht und es gibt wesentlich bessere Anlagemöglichkeiten zur Altersvorsorge.

Das Drei Säulen Modell der Schweizerischen Vorsorge – ein kurzer Überblick

Das Schweizer Vorsorgesystem ist in der Bundesverfassung (BV Art. 111) verankert und basiert auf einem 3-Säulen-Prinzip. Mit der Kombination der drei Pfeiler der Altersvorsorge Schweiz soll eine umfassende finanzielle Risikoabdeckung bei Tod, Invalidität und Alter gesichert werden. Das 3 Säulen Prinzip in der Schweiz ist wie folgt aufgebaut:

DIE ERSTE SÄULE - STAATLICHE VORSORGE

Die erste Säule umfasst die staatlichen Vorsorgemechanismen. Im Einzelnen sind dies die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), und die Invalidenversicherung (IV). Zusammen mit den sogenannten Ergänzungsleistungen (EL) sollen diese drei Elemente die minimale Existenz sichern und die Bürger vor Armut schützen.

DIE ZWEITE SÄULE - BERUFLICHE VORSORGE

Die zweite Säule ist mit der Erwerbstätigkeit verbunden und besteht aus der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG), und dem Unfallversicherungsgesetz (UVG). Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Einzahlung in diese Kassen in der Schweiz Pflicht. Es gibt sogar besonders vorbildliche Arbeitgeber, die über den gesetzlichen Pflichtbeitrag hinaus deutlich mehr einzahlen.

Zusammen mit der ersten Säule soll die zweite Säule die Aufrechterhaltung des gewohnten Lebensstils in angemessener Weise möglich machen. Dies trifft jedoch in den meisten Fällen nicht zu. Aus diesem Grund wurde eine dritte Säule eingerichtet.

DIE DRITTE SÄULE - PRIVATE VORSORGE

Die dritte Säule ist eine freiwillige private Selbstvorsorge. Sie dient dazu, eventuelle Vorsorgelücken zu schliessen.

Die private Vorsorge wird in zwei verschiedene Formen unterteilt:

Säule 3a - Gebundene Vorsorge (gebundene Selbstvorsorge oder Vorsorgekonto 3a)

Säule 3b - Freie Vorsorge

Die gebundene Vorsorge ist an gesetzliche Auflagen gebunden und das Geld kann nicht vor Erreichen des Rentenalters abgehoben werden. Allerdings kommt man im Gegenzug in den Genuss von Steuervorteilen.

Die Säule 3b ist flexibler und kann jederzeit aufgelöst werden, allerdings sind die Steuervorteile deutlich beschränkt. Beide Vorsorgelösungen werden sowohl in Form von Bank- als auch von Versicherungsprodukten angeboten.

Dritte Säule vs. Zinsen von Aktienanlagen (Freie Anlage oder Selbsteinlage)

Bei der Auswahl der gebundener Vorsorge im Rahmen der freiwilligen Altersvorsorge handelt es sich um eine sehr langfristige Anlage - in der Regel wird über Jahrzehnte gespart. Daher kann und sollte sie mit einer direkten Aktienanlage verglichen werden.

Im Unterschied zu der gebundener Vorsorge muss man bei einer Aktienanlage Steuern zahlen und zwar auf die jährliche Einlage, die dem Säule 3a Betrag gleichkommt, sowie auf die daraus erwirtschafteten Beträge und ausgezahlten Dividenden. Die dritte Säule hat somit einen Steuervorteil vor der Aktienanlage.

Die Zinsen, die man bei Banken für die gebundene Selbstvorsorge erzielen kann, sind mehr als spärlich.

Sie reichen von 0,25 Prozent bei der Züricher Kantonalbank bis hin zu 0,75 Prozent bei Caisse d'Epargne de Cossonay.

In Grafik 1 vergleichen wir beide Szenarien. In diesem Beispiel gehen wir von folgenden Prämissen aus:

  • Der Anlagehorizont beträgt 30 Jahre, d.h. die Person fängt Anfang bis Mitte 30 mit dem Sparen an, um im Rentenalter von ca. 65 Jahren in den Genuss der Zahlung zu kommen.
  • 7 Prozent Aktienrendite (inklusive Dividenden). Mit unserem Enduring Core Module bekommt man z.B. langfristig um die 8 Prozent Rendite.
  • 2,5 Prozent Dividendenrendite
  • 20 Prozent Einkommensteuersatz auf Einlage und Dividenden bei der Selbstverwaltung
  • 8 Prozent Auszahlung Steuern bei der freiwilligen dritten Säule
  • Maximaler jährlicher Anlagebetrag für angestellte Erwerbstätige: 6,768 Schweizer Franken
  • Zudem verschiedene Säule 3a Zinsen - vom Mittelwert Schweizer Banken (0,38 Prozent) bis hin zu hypothetischen 5,73 Prozent.
Vergleich- Selbstanlege

Wie die Grafik eindeutig zeigt, hat man am Ende, selbst bei grosszügig gerundeten Zinsen von 1 Prozent (was deutlich über dem Mittelwert der Schweizer Banken liegt) - wesentlich weniger als beim Selbstanlegen in Form von Aktien. Und das trotz des Steuervorteils der gebundener Vorsorge.

Selbst unter konservativen Annahmen kommt man bei Aktienanlagen im gleichen Umfang wie Einzahlungen in die dritte Säule auf rund 370,000 Franken, während man bei optimistisch angenommenen 1 Prozent Zinsen damit gerade mal auf 235,000 Schweizer Franken kommt – ein gewaltiger Unterschied von 135,000 Franken!

Um den gleichen Gewinn mit den Zinsen der dritten Säule zu schaffen, müssten diese bei Sage und Schreibe 3,8 Prozent liegen, was bei dem aktuellen Zinsniveau völlig illusorisch ist.

Um für die Rente zu sparen, ist eine Aktienanlage über ein diversifiziertes Portfolio die beste Altersvorsorge. 

Säule 3a Aktienfonds: Eine Alternative?

Banken machen dem Kunden oft auch Angebote, die Aktieninvestitionen beinhalten. Leider lohnen sich diese Aktienfonds überhaupt nicht, denn in diesem Fall geht der gesamte steuerliche Vorteil direkt an die Banken und der Kunde sieht davon nichts.

Dabei können Banken gesetzlich geregelt bis zu 50 Prozent des Beitrags in Wertpapieren anlegen. Dieses festgelegte Maximum darf nicht überschritten werden. Ausser, dass beim Selbstanlegen immer noch mehr Geld zusammenkommt, muss man im Falle einer gebundener Selbstvorsorge Anlage auch noch ziemlich hohe Bankgebühren zahlen.

Säule-3a-Aktienfonds

Wenn der jährliche Säule 3a Maximalbetrag (gesetzliches Maximum) bei einer Bank zu 50 Prozent in Aktien angelegt wird, so bedeutet dies eine jährliche Einzahlung von 3,384 Franken, wobei am Ende 166,000 Franken ausbezahlt werden. Bei einer Aktienanlage sind es 172,000 Franken.

Ausserdem kassiert die Bank dabei für ihre Aktienverwaltung stolze 55,000 Franken, wodurch der Netto Ertrag für den Kunden auf 111,000 Franken schrumpft. Man sollte die Aktien also besser von einem qualifizierten Vermögensverwalter administrieren lassen, als dass man es der Bank überlässt.

Die gebundene Vorsorge ist im Vergleich zu Aktienanlagen immer schlechter

Da in der gebundener Vorsorge lediglich 50 Prozent des Ersparten in Aktien angelegt werden darf, ist diese in der Schweiz auch dann nicht als Alterssparen geeignet, wenn die Bankgebühren unerwartet billiger werden sollten.

vergleich-freie-anlage

Wir haben in unserer Grafik sogar den hypothetischen Fall mit aufgenommen, indem die Banken gar keine Gebühren erheben. Wie die Grafik zeigt, ist das Freie Anlegen selbst in diesem Fall immer noch rentabler als die dritte Säule. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass die dritte Säule überhaupt nicht als Aktienanlage konzipiert ist, sondern vielmehr als ein Ersatz für das traditionelle Sparbuch. Aber bei den derzeitigen Niedrigzinsen macht das schlicht und ergreifend überhaupt keinen Sinn mehr.

Dritte Säule zum Abzahlen der Hypothek

Zusammenfassend kann man bis jetzt also festhalten, dass sich die dritte Säule aufgrund der restriktiven Anlagevorschriften, der hohen Bankgebühren und der niedrigen Zinsen überhaupt nicht lohnt.

Wie sieht es aber nun mit der Möglichkeit aus, das in der dritten Säule angelegte Geld zur Abzahlung der Hypothek für das selbstgenutzte Eigenheim zu verwenden? Hierfür muss das Geld mindestens 5 Jahre auf dem Schweizer Dritte Säule Konto bleiben. Allerdings lohnt sich das ausschliesslich für reiche Hausbesitzer. Durch ihre hohen Einkommenssteuern schaffen sie es, die Nachteile der gebundener Vorsorge auszugleichen.

Säule-3a-Aktienfonds

Unsere Beispielgrafik verdeutlicht diesen Sachverhalt. Zahlt man den Höchstbetrag der dritten Vorsorge - 6,768 Franken ein, so hat man nach 5 Jahren Mindestanlagezeit, bei einem Zinssatz von 1 Prozent, nach Steuern - 6,544 Franken. Bei einem Steuersatz von 20 Prozent hätte man bei Freier Anlage, bei einer angenommenen sehr konservativen Rendite von 5 Prozent - 6,910 Franken, also etwas mehr. Wird man allerdings mit einem Steuersatz von 30 Prozent oder dem Höchstsatz von 45 Prozent besteuert, fährt man als Freier Anleger tatsächlich schlechter. Es profitieren also eindeutig nur reiche Hausbesitzer von der Option der Hypothekenabteilung.

Gebundene Selbstvorsorge für Selbstständige

Nachdem wir festgestellt haben, dass es sich für angestellte Erwerbstätige kaum lohnt in diese Säule einzuzahlen, wollen wir nun einen Blick auf die Situation der Selbstständigen werfen.

Da diese grössere Beträge einzahlen können, haben sie die Möglichkeit, durch Freie Anlage noch mehr zu profitieren.

Ein selbstständiger Erwerbender kann somit durch Freie Anlage nicht 125,000, sondern ganze 632,000 Franken gewinnen.

Sie hätten diesen stolzen Betrag am Ende Ihres Arbeitslebens gerne auf Ihrem Konto, statt auf dem der Bank? Dann sollten Sie so schnell wie möglich mit der Freien Anlage beginnen!

Auch Unternehmen, die eine Pensionskasse in der Schweiz für ihre Mitarbeiter führen, können uns für eine Geldanlage Strategie ansprechen.

Fazit

Egal ob Angestellter oder selbstständig Erwerbstätiger, die Säule 3a schneidet gegenüber der Freien Anlage deutlich schlechter ab. Nur sehr reiche Eigenheimbesitzer können eventuell leichte Vorteile durch die Hypothekenabteilung erzielen. Niedrige Sparzinsen, hohe Bankgebühren und restriktive Anlagevorschriften machen die Dritte Säule unrentabel. Freie Anlage ist wesentlich sinnvoller, und wir bei SAMT AG beraten Sie gerne und unverbindlich über Ihre Möglichkeiten. Kontaktieren Sie uns noch heute!

Säule 3a:

Eine Freie Anlage ist in der Regel wesentlich besser als die dritte Säule, da langfristig deutlich mehr Rendite eingefahren wird. Trotz Steuerreduktion weist die gebundene Vorsorge über BVG grosse Nachteile auf.

In der Schweiz gibt es negative Zinsen und die Rendite bei Produkten im Rahmen der dritten Säule ist nahe bei null. Bedenken Sie, dass Sie langfristig investieren und prüfen Sie, ob sich eine Investition lohnt.

Der Säule 3a Maximalbetrag für angestellte Erwerbstätige liegt derzeit (2017) bei einem jährlichen Sparbetrag von 6 768 Schweizer Franken.
Selbstständigerwerbende, die keiner Pensionskasse angehören, dürfen 2017 20 Prozent des jährlichen Erwerbseinkommens, maximal aber 33 840 Schweizer Franken einzahlen.

BVG Schweiz steht für Berufliche Vorsorge Schweiz Gesetz.

Berufliche Vorsorge Gesetz Schweiz.

AHV steht für Alters- und Hinterlassenen Versicherung und bildet die zweite Säule der Schweizerischen Vorsorge. /p>

Man kann bis zum Austritt aus dem Arbeitsleben Geld in die dritte Säule einzahlen. In der Regel ist dies für die meisten Schweizer der Zeitpunkt der Frühpensionierung oder der normalen Pensionierung. Frauen können also bis 64 Jahre und Mann bis 65 Jahren darin einzahlen. Wer über dieses Alter hinaus noch weiter arbeitet und AHV/IV-pflichtig ist, darf noch maximal 5 Jahre weitersparen, danach ist Schluss.

Das Alterskapital muss bei Erreichen des ordentlichen Pensionsalters (Frauen: 64 Jahre, Männer: 65 Jahre) bezogen werden. Wer über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus erwerbstätig ist, darf den Bezug um maximal fünf Jahre aufschieben und während dieser Zeit weitere Einzahlungen in die dritte Säule leisten.

Die gebundene Selbstvorsorge kann ein Ersatz für die Pensionskasse für Selbstständigerwerbende darstellen. Statt Schweizer Pensionskassen oder Säule 2b lohnt sich auch oft die freie Vorsorge über privates Ansparen.

Will man partout eine gebundene Vorsorge abschliessen, so kann man das bei allen Banken und Versicherungen tun, sollte sich aber zuvor gründlich über die Bedingungen informieren und Zinsen sorgfältig vergleichen.

Man muss in der Schweiz erwerbstätig und AHV/IV-pflichtig sein. Auch Ausländer oder Grenzgänger mit Wohnsitz im Ausland können in die dritte Säule einzahlen, falls sie in der Schweiz erwerbstätig sind.

Sie ist der dritte Pfeiler im drei Säulen Modell der Schweizer Altersversorgung. Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Zahlung. Damit sollen etwaige Lücken in der staatlichen Altersversorgung geschlossen werden. Sie bringt außerdem bestimmte Steuervorteile mit sich, ist jedoch eine gebundene Anlage, in deren Genuss man erst bei Erreichung des Rentenalters kommt (von einigen Ausnahmen abgesehen).

Am Anfang des Folgejahres wird von der Bank bzw. Versicherung eine Einzahlungsbescheinigung ausgestellt und per Post zugestellt. Diese muss der Steuererklärung beigelegt werden, damit die Höhe des eingezahlten Betrags vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden kann.

Die erste hat grössere Steuervorteile, darf allerdings nicht frühzeitig abgehoben werden (lediglich zur Abzahlung der Hypothek des selbstgenutzten Eigenheims). Säule 3b ist flexibler und das Geld kann jederzeit verfügbar sein in Abhängigkeit von den vertraglichen Einschränkungen, die man selbst auswählt. Man hat aber kaum nennenswerte Steuervorteile.

Im Todesfall des Vorsorgenehmers kommen die folgenden Personen in nachstehender Reihenfolge in den Genuss der Bezüge:

  • der überlebende Ehegatte oder eingetragene Partnerin/ eingetragene Partner,
  • die direkten Nachkommen sowie die natürlichen Personen, die von der verstorbenen Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder die Person, die mit dieser in den letzten fünf Jahren bis zu ihrem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss,
  • die Eltern,
  • die Geschwister,
  • die übrigen Erben.

Der Vorsorgenehmer kann eine oder mehrere begünstigte Personen bestimmen und deren Ansprüche näher bezeichnen.

Für das Jahr 2017 gelten die folgenden, maximalen Einzahlungen:

Angestellte und Selbstständige, die einer Pensionskasse angeschlossen sind: 6,768 Franken (Kleine Säule 3a)

AHV-pflichtig, ohne Anschluss an eine Pensionskasse, 20 Prozent des Netto Erwerbseinkommens: maximal 33,840 Franken (Grosse Säule 3a)

Nach Erreichen des Rentenalters (Männer - 65, Frauen - 64) darf man im Prinzip nicht mehr einzahlen – ausser man arbeitet weiter. In diesem Fall darf man so lange einzahlen, bis man die Erwerbstätigkeit aufgibt – allerdings nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters maximal fünf Jahre lang.

Ein ordentlicher Bezug ist maximal fünf Jahre vor Erreichen des Pensionierungsalters, also bei Frauen ab 59 Jahren und bei Männern ab 60 Jahren möglich, und zwar nur dann, wenn:

  • eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufgenommen wird, oder die bisherige Selbstständigkeit aufgegeben und eine andere selbstständige Arbeit angefangen wird
  • man auswandert, also das Land dauerhaft verlässt
  • man Wohneigentum zum Eigenbedarf erwirbt oder eine Hypothek darauf zurückzahlen möchte (pro Ehegatte nur alle fünf Jahre)
  • man eine volle Invalidenrente bezieht
  • man einen Nachkauf in die Pensionskasse tätigen möchte (bei einem solchen Transfer spart man jedoch keine Steuern).

Sie kann bei einer Bank oder einer Versicherung abgeschlossen werden. Die Anlage ist steuerlich privilegiert, d.h. die Beiträge an die anerkannten Vorsorgeformen sind steuerabzugsfähig. Die Vorsorgeleistungen (Auszahlung) werden allerdings analog der 2. Säule voll besteuert. Über das Kapital der dritten Säule kann nicht jederzeit verfügt werden, da es für die Finanzierung des Alters vorgesehen ist, deshalb wird diese Säule auch gebundene Selbstvorsorge genannt.

Sobald Geld von der dritten Säule bezogen wird, sei es vorab oder zum vorgesehenen Zeitpunkt, muss der Betrag versteuert werden. Der Vorsorgeträger (Bank/Versicherung) muss den Bezug direkt und unverzüglich an die Eidgenössische Steuerverwaltung melden. Der entsprechende Steuerbetrag wird berechnet und durch das Gemeindesteueramt bzw. kantonale Steueramt eingezogen.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung beschränkt die Anzahl der Säule 3a Konten bei Banken oder auch Versicherungen nicht. Allerdings gilt der maximale Einzahlungsbetrag für die Gesamtheit der Konten und nicht für jedes einzelne. Der maximale gesamte Einzahlungsbetrag von 6,768 Franken (angestellte Erwerbstätige) oder 33,840 Franken (Jahr 2017 selbstständige Erwerbstätige) darf nicht überschritten werden.

Im Unterschied zur gebundenen Vorsorge gibt es bei der Säule 3b keine grundsätzlichen Steuervorteile. So sind z.B. die Vorsorgebeiträge nicht automatisch vom steuerbaren Einkommen abzugsfähig. Daneben bietet die freie Säule 3b finanzielle Absicherung von Hinterbliebenen oder im Falle einer Erwerbsunfähigkeit. Zur freien Vorsorge zählen z.B.: Ersparnisse, Bankkonten, Lebensversicherungen, Obligationen, Geldmarktanlagen, Aktien, Wertpapierfonds, Wohneigentum usw.

Auf einem Freizügigkeitskonto werden Guthaben aus der Pensionskasse verwaltet. Ein Freizügigkeitskonto gebrauchen Sie nur, wenn Sie dauerhaft keine Pensionskasse haben und die Guthaben aufbewahren müssen.


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